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"Klassischer" Aufbau einer Abwasseranlage

Durchführung der Druckprüfung mit Wasser

Schachtprüfung DIN1986-30, Blick in den Schacht

Dichtheitsprüfung

Eine Dichtheitsprüfung ist eine Art "TÜV" für Ihre Abwasserrohre. Sie ist der Überbegriffe für das optische Prüfen der Rohre mittels Kameras zum Zwecke der Schadensortung in Einheit mit einer anschließenden Druckprobe mit Wasser "W" oder Luft "L" als Prüfmedium. Die Dichtheit von Rohren und Kanälen ist wichtig, damit weder durch austretendes Abwasser (Exfiltration) Grundwasser und indirekt Trinkwasser verschmutzt werden. Ferner steigert eindringendes Grundwasser (Infiltration), was sich mit dem Schmutzwasser vermischt, (vereinfacht ausgedrückt) erheblich die Betriebskosten der Kläranlagen und somit die Abwassergebühren, weil die Mischung aus Grundwasser und Schmutzwasser mit viel Aufwand wieder geklärt werden muss. Die Dichtheitsprüfung, oft fälschlicherweise als "Dichtigkeitsprüfung" bezeichnet, wird seit den 80er Jahren eingesetzt, um die Dichtheit von Rohren, Kanälen und Schächten zu prüfen. 

Zudem setzt ROHR-FIT die Dichtheitsprüfung auch zum Aufspüren von Leckagen ein. Jeder, der heutzutage ein Haus baut und entsprechend dafür im Vorfeld einen Bauantrag gestellt hat, muss zudem einen sgn. Entwässerungsantrag stellen. In diesem werden alle Abläufe innen und außen beschrieben und beziffert und in einem Plan der Verlauf sämtlicher Rohre getrennt nach Schmutz-, Regen- und Drainagewasser verzeichnet. 

Abgesehen vom schriftlichen Entwässerungsantrag nebst der zugehörigen Planunterlagen muss die Dichtheit der Schmutzwasser- und z.T. Regenwasserleitungen auf dem Grundstück nachgewiesen werden. Bei Altbauten wird oftmals die DIN1986-30, bei Neubauten DIN EN 1610 als Prüfnorm verlangt. 

Davon abweichend gibt es weitere Normen z.B. in Wasserschutzgebieten etc..Die Art und Ausführung der Anträge unterscheidet sich von Stadt zu Stadt und von Gemeinde zu Gemeinde, weil die Städte und Gemeinden in Anlehnung an die "groben" Vorgaben des Bundes (WHG) und des Landes (LWG) selbst ihre jeweiligen Abwassersatzung festlegen dürfen. Somit können zwei nebeneinander liegende Gemeinden zwei völlig unterschiedliche Fristen und Formen der Dichtheitsprüfung haben. Daher ist es ratsam, sich vor der Beauftragung einer Dichtheitsprüfung bei der zuständigen Stadtentwässerung zu erkundigen. Beispielsweise müssen bei einigen Gemeinden sämtliche Schmutz- & Regenwasserrohre zuerst mittels Kamera inspiziert, danach mittels Drucksensoren mit dem Prüfmedium Wasser oder Luft auf ihre Dichtheit geprüft werden. Zudem müssen die Schächte vollständig mit Wasser gefüllt und ebenfalls mit Drucksensoren auf ihre Dichtheit geprüft werden. Andere Gemeinden verlangen nur die reine Druckprobe des Schmutzwassersystems, ohne eine vorherige Kamera-Inspektion. Viele Gemeinden unterscheiden auch zwischen Neu- und Altbauten, weshalb man sich unbedingt im Vorfeld bei der zuständigen Stadtentwässerung (Tiefbauamt) erkundigen sollte. 

ROHR-FIT arbeitet mit modernen Drucksensoren, die über Schnittstellen am Computer angeschlossen sind. Eine Software führt nach Eingabe aller Daten die Prüfung gemäß der eingegebenen Norm durch, was später als Prüfprotokoll mit verzeichnetem Druckverlauf ausgedruckt wird. Besonders bei Altbauten gibt es oftmals keine Gebäudepläne mehr. Unsere Prüfer erstellen dann Skizzen oder Pläne oder gleichen Bestandspläne mit dem tatsächlichen Leitungsverlauf ab. Alle Leitungsabschnitte (Haltungen) werden bezeichnet, sodass diese bezüglich der vorheriger Kamera-Inspektion und anschließenden Druckprobe eindeutig zugewiesen werden können. Dieses gilt auch für geortete Schäden etc.. 

Wie bei allen anderen Gewerken führen bei ROHR-FIT nur für dieses Gewerk zertifizierte Mitarbeiter, sgn. Dichtheitsprüfer, diese Arbeiten durch. Das erlangte Zertifikat muss -wie bei den Kamera-Inspekteuren- in regelmäßigen Lehrgängen rezertifiziert werden, damit es seine Gültigkeit behält. Ferner erfahren die Prüfer von Normänderungen, sowie von technischen Neuerungen in diesen Lehrgängen, die für die tägliche Arbeit unerlässlich sind. Unsere Dichtheitsprüfer sind stets parallel auch Kamera-Inspekteure, weil die Gewerke streng gekoppelt sind.

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